Einsichten aus 9 Monaten minimalistischem LinkedIn-Marketing – und über 2 Monaten ganz ohne
Anfang des Sommers 2025 hab ich LinkedIn angefangen, immer minimalistischer zu nutzen. Einige Monate später ganz verlassen und das war meine bisher längste und eine wirklich konsequente Social-Media Pause.
Es gab diesen einen Moment, in dem ich wusste, wie sehr die Energie von Social-Media meinem natürlichen Zustand und Bedürfnis widerspricht. Und dass auch minimalistische Nutzung gerade zu viel ist.
Denn jedes Mal, wenn ich mich dort aufgehalten habe, wurde etwas in mir unruhig. Dort war es so laut und in mir fühlte ich mich immer leerer. Die Stille und das tiefe Vertrauen in meinem Inneren wurden gestört, mein Fokus war zerstreut, meine Kreativität weniger klar und tief.
Es fühlte sich an, als würde ich mich immer weiter von mir selbst entfernen, aber subtil, ohne es sofort zu merken.
Ich erlaubte mir an diesem Tag es endlich wahrzunehmen und meiner inneren Führung nachzugehen. Also habe ich LinkedIn erst mal verlassen.
Beides, die minimalistische Nutzung sowie die längere Pause von der Plattform waren richtige Entscheidungen. Ich dachte, dass ich mir schon sehr bewusst über Social-Media war, aber diese Pause hat es noch einmal vertieft.
Hier teile ich meine persönlichen und ganz individuellen Einsichten, die ich für mich mitgenommen habe, was es für mich geändert hat und wie ich Social-Media jetzt wieder nutze.
Auf einen Blick:
Kundenanfragen: Marketing funktioniert auch
mit sehr minimalistischem oder auch
ganz ohne Social-Media
Energie & Frequenz: Social Media ist nicht neutral, sondern trägt eine eigene Energie – es stört innere Ruhe, Klarheit und Kreativität. Pause führte zu: mehr innerer Weite, natürlichem Rhythmus, tieferer Intuition, innerer Stabilität.
Bewertung & Vergleich: Social-Media verstärkt Bewertungsgefühl und Vergleich mit anderen führt zu Selbstzweifeln und „kleinmachen“ der eigenen Wahrheit.
Falsche Erfolgskennzahlen: Likes/Reichweite ≠ echte Resonanz, Vertrauen, Business-Erfolg. Wichtiger: Integrität, Wahrheit, tiefe Verbindung, erfüllende Zusammenarbeiten.
Verzerrung der Wahrheit: Social Media fördert kurze Inhalte – tiefe Wahrheiten passen oft nicht in dieses Format. Anpassung führt zu Verlust der Authentizität.
Skripte & Konzepte: Unzählige „Erfolgsrezepte“ untergraben Intuition und individuelle Wege.
⇒ Entscheidung, meine Seele, Kreativität und Energie nicht an Social-Media zu verkaufen. → Energie schützen, eigenen Rhythmus, Intuition sowie mentale Gesundheit priorisieren.
Inhaltsverzeichnis
Wie mir plötzlich Glaubenssätze und Ängste entgegenkamen
Einsichten durch Social-Media Minimalismus und meine Pause
Social Media hat eine eigene Energie und die passt nicht immer zu uns
Social-Media verzerrt Natürlichkeit durch Bewertung und Vergleiche
Social-Media verzerrt durch Skripte und „Erfolgs“-Vorlagen und Konzepte
Wenn du gerade zwischen „Ich will weg“ und „Aber ich muss doch…“ stehst
Warum ich jetzt trotzdem wieder LinkedIn nutze und was ich anders mache
Wie mir plötzlich Glaubenssätze und Ängste entgegenkamen
Beim Umstieg auf LinkedIn Minimalismus
Zuerst fing ich an LinkedIn minimalistischer zu nutzen, indem ich keine feste Anzahl von Posts pro Woche mehr hatte. Zusätzlich hab ich nur noch sehr wenig bei anderen gelesen und kommentiert. DMs habe ich intuitiver genutzt und die App vom Smartphone gelöscht.
Meine Zeit auf LinkedIn hatte sich so auf ca. 3 Stunden die Woche reduziert. (Vorher waren es schätzungsweise 8 Stunden, wahrscheinlich auch öfter mal mehr).
Ich dachte, dass ich Reichweite einbüße, weniger Verbindung zu Kontakten und Kunden habe. Immer, wenn ein LinkedIn-Coach / Copywriter / Business-Coach mich anschrieb und ich sagte, dass ich nicht interessiert bin, LinkedIn stark reduziere und nur noch 2-3 Stunden nutze, kamen Antworten wie:
Mit 2-3 Stunden kannst du keine Kunden gewinnen.
Dann willst du es nicht richtig.
Willst du keine Kunden gewinnen?
Du versteckst dich nur / hast innere Blockaden.
Meld dich, wenn du bereit bist, dein Business ernst zu nehmen.
Natürlich hätte ich das gar nicht erzählen müssen, aber ich fand es einfach spannend, welche Reaktionen kamen. Es hat mir genau das Bild gezeigt, welches ich vorab von Social-Media und Business-Coaches (auch aus vorheriger, eigener Erfahrung) hatte.
Als ob Business ohne Social-Media unmöglich wäre. Hat es ja noch nie gegeben, dass Menschen ohne Social-Media ein erfolgreiches Business aufgebaut haben… (Sarkasmus off). Es gibt echt genug Beispiele, die zeigen, dass es geht und auch dass man sich davon nicht abhängig machen muss / sollte, auch wenn man es nutzt.
Was bei mir in der Realität wirklich passiert ist: Ich habe
LinkedIn viel bewusster und dadurch klarer, gezielter, stimmiger genutzt.
mehr Energie für andere Tätigkeiten, inkl. Kunden, gehabt.
sogar mehr Kundenanfragen bekommen.
2. Beim Verlassen von LinkedIn
Der nächste Schritt, ein paar Monate später, war, dass ich LinkedIn erst einmal verlassen habe. Da habe ich wieder Nachrichten von Menschen bekommen, mit ähnlichem Inhalt wie oben. (Überwiegend von Frauen, teilweise aggressiv und beleidigend, echt crazy…)
Aber hier kamen tatsächlich einige Glaubenssätze und Ängste auch bei mir hoch. Denn zu dem Zeitpunkt lief es gerade etwas schwerfällig, weil ich einfach müde war.
Ich wusste, ich muss Social-Media verlassen, aber ich dachte: Wenn ich jetzt nicht mehr poste,
wachse ich nicht weiter
verliere ich Sichtbarkeit und Reichweite
bekomme ich keine Kunden mehr
Was bei mir in der Realität wirklich passiert ist: Ich
fühlte mich befreit und hatte so viel mehr Energie und Raum
habe nur 2 Tage später schon wieder neue Kundenanfragen bekommen
habe sogar Zusammenarbeiten mit Neukunden angefangen
hatte Zeit und Raum für neue Projekte, Einkommensquellen, Kanäle und einfach für andere, nachhaltigere Dinge
habe bei LinkedIn Reichweite und Sichtbarkeit, aber insgesamt nicht an Relevanz verloren.
habe neue Newsletter-Abonennten bekommen. Vor allem von LinkedIn Kontakten, die weiterhin mit mir verbunden bleiben wollten. Wie toll ist das denn? ♥ 🙂
All das, was wir denken oder uns auch immer wieder von Business- und Social-Media Coaches gesagt wird, ist nicht unbedingt die Wahrheit.
Es sind oftmals einfach nur…
Konditionierungen,
Glaubenssätze,
Ängste.
(Und sowas kommt übrigens auch von spirituellen / “pseudo-spirituellen” und angeblich bewussten, reflektierten Menschen… Ich möchte hier niemanden abwerten, denn niemand ist frei von bestimmten Glaubenssätzen, aber ich möchte daraus aufmerksam machen, weil gerad ein Bezug auf Marketing und Social-Media so vieles echt fragwürdig ist…)
⇒ Anstatt dich zu fragen, wer recht hat oder was wahr ist, frage dich lieber: Wie möchtest du es haben?
Einsichten durch Social-Media Minimalismus und meine Pause
1. Social-Media hat eine eigene Energie und die passt nicht immer zu uns
Je weniger ich dort war, desto deutlicher habe ich es gespürt: Die Energie der sozialen Medien steht in einem starken Kontrast zu meinem natürlichen Seinszustand.
Jedes Mal, wenn ich mich damit beschäftige, fühlt es sich an, als würde die Stille, Gelassenheit und der Frieden meiner Seele und meines feinfühligen Wesens gestört. Ich weiß, dass ich damit nicht allein bin, doch es wird kaum darüber gesprochen.
Social Media ist nicht „neutral“. Es ist ein Ort, an dem…
ständig etwas an dir zieht, egal wie sehr du dich schützt.
du permanent im Außen hängst und von Reizen überflutet wirst.
dein Nervensystem dadurch tausende Reize und Signale verarbeitet.
du unbewusst Stimmungen, Meinungen, Projektionen und diese laute, wirre Energie mitnimmst.
Gerade wenn du tiefer wahrnimmst, feinfühliger bist können diese Energien von anderen dein eigenes inneres, klares Wesen trüben und verwirren. Was dann passieren kann und ich bei mir wahrgenommen habe:
Es haben sich Zweifeln in mein sonst vorhandenes Vertrauen eingeschlichen.
Meine eigene Wahrheit und Kreativität wurden leiser und unsicherer.
Meine Energie und mein Inneres fühlten sich nicht mehr ruhig und klar an.
Learning durch meine Pause:
Es ist nicht allein die Zeit, die ich dort verbringe, die wichtig ist, sondern die Energie und Frequenz, die sich verändert – und das ist hier nicht positiv gemeint.
Denn selbst bei minimalistischer Nutzung hat etwas in mir gearbeitet. Ein unterschwelliges Gefühl, dass sich durch meinen Tag gezogen hat.
Durch die Pause war das alles weg. Da war fast direkt wieder mehr …
innere Weite
echte Kreativität
natürlicher Rhythmus
tiefere Verbindung und Intuition
Klarheit und Richtung
Stabilität in mir
Geduld
Ruhe
Social-Media verbindet Menschen, aber es trennt mich von mir selbst, weil es einfach unglaublich viele äußere Reize sind, die ziehen und ablenken. Und das lasse ich nie wieder zu.
⇒ Daher öffne ich LinkedIn nicht mehr als Erstes oder morgens, sondern eher als Letztes oder wenn keine Content-Erstellung / nichts Kreatives mehr folgt.
2. Social-Media verzerrt die eigene Natürlichkeit durch Bewertung und Vergleiche
Von klein auf sind wir es gewohnt bewertet zu werden und Social-Media spiegelt genau das wider. Es wird bewertet, vom ersten Moment an, wo wir da sind und etwas teilen. Oder sogar schon bevor wir etwas teilen.
Wenn wir nichts teilen, dann werden wir bewertet, weil wir angeblich innere Blockaden haben, uns verstecken oder es einfach nicht genug wollen. Das kann richtig sein, muss es aber nicht.
Wenn wir etwas teilen, dann findet die Bewertung über Reaktionen oder fehlende Reaktionen statt.
Und wir bewerten auch selbst, ob bewusst oder unbewusst. Es passiert, weil es einfach menschlich ist. Und obwohl ich dachte, dass ich mir darüber wirklich bewusst bin und mir das nicht passiert, habe ich doch bemerkt, wie subtil das wirken kann.
Ich erstelle meinen Inhalt und gehe online. Ich öffne LinkedIn und sehe Beiträge von anderen. Und fast unbemerkt fühlt sich mein eigener, natürlicher Ausdruck kleiner an, weniger wertvoll, nicht gut genug. Das stimmt natürlich nicht, aber durch diese äußeren Eindrücke, so wenig und unbedeutend sie erscheinen mögen, trüben sie den klaren Blick und das Vertrauen in meine Wahrheit.
Wir nennen es auch gerne Inspiration, doch was häufiger passieren kann, ist, dass wir plötzlich denken, dass…
der Post von anderen viel besser ist als der eigene.
unsere Einsichten “falsch” sind.
wir zu langsam sind.
wir nicht einzigartig genug sind.
wir mehr posten und kommentieren müssten.
Ob bewusst oder nicht, es entsteht Druck und ein Vergleich. Da kommen Gedanken, die ich ohne Social-Media nicht denke.
Das war auch ein Grund, warum ich LinkedIn nur noch minimalistisch genutzt habe. Vielleicht kennst du diese Empfehlungen, dass du, bevor du deinen Beitrag postest, bei anderen kommentieren sollst. Das soll ja angeblich dem Algo gefallen.
Ich persönlich habe keinen Unterschied bemerkt. Wenn mein Beitrag Resonanz erzeugt, spielt es keine Rolle, ob ich vorher aktiv bin oder nicht.
Als feinfühliges Wesen habe ich erfahren, wie schnell ich meinen Beitrag bewerte und klein mache, wenn ich vorab andere Beiträge sehe. Ich habe teilweise sogar angefangen, an meiner Wahrheit zu zweifeln, wo vorher noch tiefes Vertrauen war.
Wenn wir etwas von außen aufnehmen, also auch Beiträge von anderen sehen, dann gleichen wir das automatisch mit unserem eigenen Wissen und unseren Werten ab. Das muss auch nichts Schlechtes sein, aber es ist die Gefahr dabei, dass wir den Zugang…
zur eigenen inneren Weisheit und
zu dem tiefen Vertrauen sowie
zur eigenen Kreativität verlieren
und damit
zu dem, was durch dich und mich ausgedrückt und in der Welt erzählt werden möchte.
Learning:
Vor meiner Content-Erstellung lasse ich mich nicht mehr von anderen Beiträgen inspirieren. Ich scrolle nicht mehr durch den Feed, ich orientiere mich nicht mehr an dem, was andere sagen oder auch KI mir vorschlägt.
Ich gehe in die Natur, ich gehe spazieren, mache Sport oder Yoga oder räum die Küche auf. Da empfange ich Impulse und höre meine Wahrheit. Dann komme ich in Kontakt mit dem, was wahr ist.
⇒ Das setze ich um und Social-Media bleibt so lange geschlossen, bis mein Beitrag online geht.
Kein Vergleich, keine Bewertung. Nur ich, meine Natürlichkeit und Wahrheit. In meinem Tempo, meinem Ausdruck, meiner Tiefe, meinem Weg.
3. Social-Media verzerrt Verbindung durch falsche Kennzahlen.
Wenn wir etwas teilen, dann zeigen Likes, Reichweite, Kommentare und auch Follower- / Kontaktanzahl, wie „erfolgreich“ ein Beitrag bzw. Profil angeblich ist.
Doch das ist viel zu oberflächlich und kein neutraler, wahrer Spiegel der Realität. Es ist aber das, was wir sehen. Es sind die typischen Kennzahlen, die messbar sind und doch sie erzählen nicht die tiefere Geschichte, die zählt.
Nämlich die, die zeigt, ob…
es deine Wahrheit war
es aus Integrität kam
es sich gut und stimmig angefühlt hat und damit ob
du dich selbst damit voll und glücklich fühlst, auch wenn niemand liked.
Es zeigt auch nicht,
die Tiefe der Resonanz und
wie es im Herzen bei dir und anderen Menschen wirklich wirkt.
ob du damit tieferes Vertrauen und echte Verbindung aufgebaut hast
ob es zu Anfragen und erfüllenden Zusammenarbeiten kam.
Wenn du als Unternehmer*in diesem Bedürfnis nach sofortiger Befriedigung nachgibst, kann es passieren, dass du dich so sehr darauf konzentrierst, Inhalte zu erstellen, die dem Algo / der breiten Masse gefallen und irgendwie Aufmerksamkeit erzeugen, dass du dich aus den Augen verlierst sowie das, was wirklich wichtig ist:
Deine ganz eigene Botschaft und Geschichte.
Dann ziehst du nicht die richtigen Menschen an, verlierst deine Anziehungskraft, bevor sie begonnen hat und fühlst dich im Innen leer, obwohl dein Beitrag Aufmerksamkeit bekommt.
Learning:
Als ich LinkedIn minimalistisch und dafür bewusster anfing zu nutzen, habe ich wie noch nie zuvor bemerkt, dass es nie um irgendwelche Zahlen ging, sondern um
Wahrheit,
Integrität und
Resonanz.
Wir denken, dass die Anzahl Stunden bei LinkedIn wichtig ist, dass die Anzahl an Kommentaren und DMs wichtig ist. Wir stellen Fragen nach Postingtag, -zeit und Anzahl von Beiträgen oder werten Likes, Impressions, Kommentare aus.
⇒ Doch viel wertvoller ist es,
wie es dir damit geht und
wie sehr es wirklich deine Wahrheit und deinem Business im Sinne von
Vertrauen,
Verbindung und
Wunschkund*innen
dient.
4. Social-Media verzerrt meine Wahrheit und gesundes Vertrauen
Das eigene Business und Marketing sind Einladungen zur eigenen Ent-wicklung und Rückverbindung. Eine Einladung, die eigene Wahrheit wieder zu leben und zu teilen.
Ich spüre sehr deutlich, wie Social-Media versucht meine Wahrheiten zu verzerren und zu verkürzen.
Die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz, Überschriften müssen greifen und Inhalte müssen schnell scannbar und verständlich sein. Doch meine Erkenntnisse und Erfahrungen sind nicht immer in 5 Sekunden zu fassen.
Es gab mal eine Zeit, da habe ich meine Wahrheiten zu beschnitten, vereinfacht und doch noch etwas an den „Standard“ angepasst. Doch jedes Mal geht dabei ein Stück von mir verloren.
Social-Media macht oft den Eindruck, dass tiefere
Werte,
Ansichten,
Philosophien,
Wahrheiten
übersehen werden – zugunsten von
Versprechen, Ergebnissen und klaren, knappen Marketingbotschaften.
Und auch wenn ich weiß, dass es nicht so sein muss – denn Wahrheit erzielt zwar nicht die größte Aufmerksamkeit, dafür aber tiefe Resonanz, die zählt – habe ich durch meine Pause bemerkt, dass da unterschwellig bei mir doch noch immer ein Zweifel oder eine Angst mitgeschwungen ist.
Learnings:
Meine Wahrheit zeigt sich und meine Kreativität entsteht im Vertrauen. In der Stille. In dem inneren Wissen, dass meine Arbeit die richtigen Menschen zur richtigen Zeit erreicht, auch ohne ständiges Posten oder in 5 Sekunden überzeugen zu müssen.
Je mehr ich mich von Social Media zurückgezogen habe, desto klarer wurde wieder mein Vertrauen. Ich fühlte mich freier und wahrhaftiger. Nicht mit diesem unterschwelligen Gefühl, das auf Rückmeldungen wartet, sondern einfach verbunden mit meiner inneren, fließenden Quelle.
Und aus dieser Verbindung heraus sind meine Wahrheit, Kreativität und das Vertrauen dafür noch einmal tiefer gewachsen.
5. Social-Media verzerrt durch Skripte und „Erfolgs“-Vorlagen und Konzepte
Was mich besonders nervt, sind diese ganzen Vorlagen und Konzepte, die überall zu sehen sind. So
musst du posten.
baust du Reichweite auf.
musst du dein Reel aufbauen.
muss dein Text aussehen.
verkaufst du über Funnels.
etc.
Diese Skripte vermitteln, dass es einen richtigen Weg gibt und dass meine Intuition weniger relevant ist. Und obwohl ich sie schon lange nicht mehr nutze und glaube, schwingt es immer mit, weil mein Unterbewusstsein es ja trotzdem immer aufnimmt, wenn ich online bin.
Aber gerade für Menschen mit einem feinfühligen, tiefgründigen und kreativen Wesen fühlt sich das oft falsch, unstimmig und einengend an.
Und ich kann auch nicht täglich online sein, posten, kommentieren, DMs schreiben. Wenn ich das mache, dann hab ich keine Energie mehr für meine eigentliche Arbeit.
Ich brauche Rückzug und ich möchte auch nicht alles aus meinem Leben öffentlich teilen, um meine Arbeit verkaufen zu können. Und ich möchte nicht Teil einer Kultur sein, die Hektik, Vergleich, 08/15-Skripte und Dauerpräsenz normalisiert.
Learnings
Je weniger ich woanders konsumiere – wenn auch nur unbewusst über „einfach online“ sein (denn unser Unterbewusstsein nimmt immer alles auf…) – spüre ich, wie meine Kreativität, auch Tiefe, Sicherheit und so ein tiefes Vertrauen zurückkommt.
Denn es gibt einfach nichts, was so anziehend und klar ist, wie Inhalte zu teilen, die ganz mein sind.
Ich teile also nichts mehr, nur weil ich an dem Tag eigentlich posten wollte oder weil die Uhrzeit gut ist. Ich teile nichts, was nicht geteilt werden möchte und ich halte mich nicht zurück oder klein, nur weil etwas vielleicht weniger Reichweite erzielt oder nicht in ein Konzept / Skripte passt.
⇒ Meine Intuition und mein natürlicher Ausdruck stehen an erster Stelle, immer und ich werde es noch besser schützen und stärken.
Wenn du gerade zwischen „Ich will weg“ und „Aber ich muss doch…“ stehst
Dann hier eine Idee:
Starte mit Minimalismus und vl. schon mit mehr Intuition, nicht direkt mit einem Ausstieg. Vielleicht nur noch 2 Tage die Woche oder nur noch 15 Minuten an 5 Tagen. Wie kannst du minimalistischer und bewusster bei Social-Media werden?
Reduziere oder stoppe zuerst das Konsumieren.
Schalte Benachrichtigungen aus und lösche die App vom Handy.
Baue dir ein unabhängiges Zuhause außerhalb auf: Blog, Newsletter, SEO, YouTube, Podcast….
Und beobachte, was passiert. Nicht bei den Kennzahlen, sondern in dir.
Wirst du ruhiger und stiller?
Wirst du wieder klarer?
Kommt deine Kreativität zurück?
Fühlst du dich genährter, energiegeladener, freudiger, besser?
Vertraue auf deine inneren Signale und erlaube dir das, was sich stimmig anfühlt. Es muss nicht immer alles nur easy und leicht sein, aber es darf sich stimmig und richtig anfühlen.
Wenn du gerade merkst, dass du aber wirklich jetzt eine Pause brauchst:
Nimm sie dir. ♥
Mein neuer Weg und Umgang mit Social-Media:
Warum ich jetzt trotzdem wieder LinkedIn nutze und was ich anders mache
Ich habe mich bewusst entschieden, Social-Media wieder zu nutzen, aber noch einmal viel entspannter und bewusster.
Vor allem auch ohne dem Bedürfnis, online und ständig sichtbar sein zu müssen. Und wenn ich merke, dass ich wieder etwas mehr Offline-Zeit brauche, dass LinkedIn mir gerade nicht guttut, dann lasse ich es einfach zu.
Trotzdem habe ich auf darüber wundervolle Menschen kennengelernt und ich sehe Social-Media (für mich LinkedIn), jetzt noch mehr als eine schöne Möglichkeit, meine Inhalte und Einsichten weiterzugeben und dazu beizutragen, diesem Ort mehr Seele zu geben. Und ihn ein wenig ehrlicher, sanfter, ethischer zu machen.
Eine Möglichkeit, die ich nutzen kann, aber nicht muss und weil ich noch einmal tiefer erfahren habe und weiß, dass es auf ganz andere Dinge ankommt, auch bei Social-Media.
LinkedIn ist also durchaus eine tolle Plattform, um unsere Wahrheit weitergeben und Verbindungen aufbauen zu können.
Daher habe ich mich nun bewusst dafür entschieden, es doch wieder zu nutzen. Aber intuitiv, sanft, wie immer auch ethisch und wirklich nur so, wie es mir damit gut geht. Komplett befreit von jeglichem äußeren Druck.
Und ohne Benachrichtigungen, Contentplan, Postingzeiten, Handyapp und alle dem, was “so normal” ist und noch empfohlen wird…
Mein Fazit: Entscheidung, meine Seele, Kreativität und Energie nicht an Social-Media zu verkaufen.
Vertraue auf deine innere Führung und respektiere dein sanftes Wesen
Denn auch, wenn ich das bereits wusste und umgesetzt habe, hat es sich folgendes noch einmal mehr vertieft und weiter verinnerlicht:
Social-Media-Marketing kann so individuell, sanft und wahrhaftig sein, wie du selbst. Ich kann Social-Media in meinem ganz eigenen Rhythmus und zutiefst menschlich nutzen, wenn ich es denn möchte.
Aber noch mehr Achtsamkeit und Bewusstsein hilft, um nicht die eigene Energie mit der von all den anderen zu verstricken und so nicht aus Versehen / unbewusst und subtil in einen Zustand des Mangels zu geraten oder vom eigenen, wahren Weg abzukommen.
Denn meine Energie hat Vorrang: Sobald ich merke, dass sich wieder irgendetwas einschleicht oder es mir nicht guttut, bin ich wieder weg.
Das heißt: Ich möchte in jedem Fall unabhängig von LinkedIn sein, mit meinem nachhaltigen Content-Ökosystem, wo Social-Media nur eine Verlängerung von ist, wie…
Blogartikel,
Newsletter und
andere nachhaltige Kanäle sowie
bewusst ausgesuchte Communitys, Netzwerkevents
für die Kundengewinnung.
Denn Blogs, Newsletter und längere Formate sind für mich noch einmal tiefere, wertvollere Räume geworden, um Verbindungen aufzubauen und es sind Orte, an denen Menschen auch schon mit einer anderen, tieferen Absicht lesen und zuhören.
Trotzdem hat Social-Media für mich einen Wert, solange ich Pause machen kann, wenn ich es brauche und es ganz frei auf meine, eigene Weise nutzen kann.
Möchtest du Marketing machen, dass deine Wahrheit weitergibst und dein feinfühliges, tiefes oder neurodivergentes Wesen respektiert?
Dann sieh gerne hier, ob ein Sparring für dich passend ist >>
Andrea Liedtke
Hi, ich bin Andrea, neurodivergente und ethische Marketerin für Soulpreneure, die sich im klassischen Marketing nicht wiederfinden. Mehr zu mir >>
Ich bin für Marketing, das nicht nur gut fürs Business, sondern auch für die Seele. Und ich wünsche mir für dich, dass du deine wahren Wunschkund*innen natürlich erreichen, anziehen und sanft zum Kauf führen kannst.